Was tun gegen Schlauchzimmer?

Die oberste Regel ist:
Verzweifeln Sie nicht!
Denn auch Schlauchzimmer sind in der Lage, wahre Schönheit an den Tag zu legen. Oder in den Abend.

Sehen Sie selbst:

Und hier kommen die ultimativen Tipps zur Überschrift:

  • Betonen Sie die Schmalseite
  • Erschaffen Sie zweite Ebenen
  • Nutzen Sie (auch) runde Einrichtungsgegenstände
  • Bedienen Sie sich der zauberhaften Magie der Illusion
  • Kreieren Sie optische Unterbrechungen
  • Beleuchten Sie geschickt und
  • Mixen Sie

1.)
Möbelstellung: Betonen Sie die schmale Seite des Raumes.

Platzieren Sie die Hauptmöbelstücke an den schmalen Seiten. Sofort wirkt das Zimmer weniger schlauchig.

Funktioniert das nicht, stellen Sie größere Möbelstücke an den langen Seiten nie 1:1 gegenüber. Dies schafft nicht nur optisch ein noch größeres Gefühl der Schlauchigkeit, es wäre auch tatsächlich: sehr eng. Ordnen Sie, wo möglich, die Gegenstände versetzt an und wenn es doch nicht anders geht – greifen Sie auf ungewöhnliche Varianten zurück. Ein Sideboard muss nicht immer auf dem Boden stehen beispielsweise. Oder Tische lassen sich auch längs einklappen.

2.)
Erschaffen Sie zweite Ebenen.

Trennen Sie den Raum in ein Hinten und ein Vorne (mit einer halben Trennwand) oder in ein Oben und Unten (durch ein Hochbett, eine Zwischendecke)… Dies sind nicht nur platztechnisch wahre Wundermittel, sondern vermitteln auch dem Auge eine andere Raumdimension.

3.)
Runde Einrichtungsgegenstände lockern grundsätzlich auf.

Tische, Leuchten, Teppiche… selbst Betten; es gibt kaum ein Möbelstück mehr, welches es nicht auch in nicht eckig gibt. Nutzen Sie rund, oval und Co, um die eckige Geometrie des Raumes ganz unauffällig aufzubrechen. Ein rundes Schränkchen neben dem Sofa ist die Antwort. Das gilt auch für klitzekleine Dinge, nicht von ungefähr sind die meisten Kerzen rund!

4.)
Bedienen Sie sich der zauberhaften Magie der Illusion.

Eine dunklere Farbe an der schmalen Seite sorgt für ein „Näherkommen“ dieser Wand. Ebenso machen alle Tapeten oder Malereien mit querformatigen Elementen breiter. Wenn es keine Tapete oder Farbe sein soll, ordnen Sie zB Bilderrahmen nebeneinander an. Achten Sie allerdings darauf, dass Sie eine gleiche Waagerechte als Ober- oder Unterkante wählen, denn: zu viele Linien verbreiten gleich wieder Unruhe.

5.)
Kreieren Sie optische Unterbrechungen.

Auch ohne Mobiliar.
Spielen Sie mit Mustern, Farben, Texturen.
An Wänden, auf dem Boden.

6.)
Beleuchten Sie den Raum nicht ausschließlich aus der Mitte.

Und ebenso nicht ausschließlich von den Wänden aus. Bringen Sie Licht auch in eine Ecke, als Stehleuchte beispielsweise (rund!) und ein wenig in den Raum versetzt. Ebenso schummelt punktuell eingesetzte Beleuchtung Breite. In jedem Fall: Schaffen Sie Lichtinseln, auch das unterbricht die Länge des Raums und teilt selbst monothematische Zimmer in Raumzonen.

7.)
Mixen Sie!

Filigran mit massiv.
Zu viel filigran ist ebenso too much wie zu viel massiv erschlägt. Genau wie in Punkt 1 schon: achten Sie auch hier auf den richtigen Versatz. Ein offenes Regal gegenüber einem massiven Schrank kann Schlauchzimmern zu einem ausgewogenen Ganzen verhelfen.

…)
Und der inoffizielle letzte Tipp:

Hören Sie allerdings und trotzdem immer auf Ihr Bauchgefühl.
Denn jeder noch so gute Einrichtungstipp ist nichts wert, wenn Sie dich damit nicht wohl fühlen.

Und wenn Sie Ihr Bauchgefühl gerade nicht hören – Schreiben Sie mir!
Den Schlauchzimmern werden wir es zeigen!


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